28. Juni 2026 Autor: Simon Kancler

Fünf Regeln für Tore im Elektrozaun

Tore sind der schwächste Punkt jedes Elektrozauns. PATURAs fünf Regeln für ihre Installation, damit sie sicher und zuverlässig bleiben.

Pet pravil za vrata v električni ograji

Tore im Zaun sind für den Zugang zur Weide und für das Durchlassen von Tieren unverzichtbar, doch sie sind fast immer der schwächste Punkt des gesamten Weidezaunsystems. Wo der Zaun für eine Durchfahrt unterbrochen ist, kann die Spannung einbrechen, der Verschleiß am Material steigt, und auch das Risiko wächst, dass ein Tier gerade an dieser Stelle entkommt. PATURA hat deshalb fünf Grundregeln formuliert, die bei jeder Torinstallation zu beachten sind.

Die fünf Grundregeln

  • So wenige Tore wie möglich: Halten Sie die Anzahl der Tore möglichst gering, denn sie sind immer ein schwacher Punkt im Zaun; jede zusätzliche Durchfahrt ist eine weitere Stelle für Spannungsverlust und mechanischen Schaden.
  • Ebener Boden: Stellen Sie das Tor nach Möglichkeit auf ebenem Boden auf, da der Torbereich durch den häufigen Durchgang von Tieren und Maschinen stärker erosionsgefährdet ist als der übrige Zaun.
  • Zaunecke: Wenn Sie die Wahl haben, platzieren Sie das Tor in einer Zaunecke, da dies den Zaunbau vereinfacht und eine Stelle nutzt, an der sich Bewegung ohnehin bereits bündelt.
  • Strom immer unter dem Tor, nie hindurch: Führen Sie elektrischen Strom niemals durch das Tor auf die andere Seite des Zauns; verwenden Sie stattdessen ein Hochspannungskabel, das die Verbindung unterirdisch herstellt.
  • Bei Pferden keine Spannfedern: Vermeiden Sie bei Toren in Pferdezäunen Spannfedern, da diese für diese Tierart nicht geeignet sind.

Warum der Strom immer unter dem Tor verlaufen muss

Die vierte Regel ist technisch die wichtigste, da sie sich direkt auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit des gesamten Zauns auswirkt. Würde der Draht durch ein offenes Tor geführt, würde die Verbindung bei jedem Öffnen unterbrochen, und die Spannung auf der anderen Seite des Zauns würde schwanken oder ganz verschwinden. Die Lösung ist ein doppelt isoliertes, hochspannungsfestes Kabel, das die Verbindung zwischen beiden Torseiten sicher unterirdisch herstellt, unabhängig davon, ob das Tor offen oder geschlossen ist. Ein solches Kabel bleibt funktionsfähig, egal wie oft das Tor genutzt wird.

Die ersten drei Regeln hängen zusammen: Weniger Tore bedeuten weniger Stellen für mögliche Erosion und Schäden, ein ebener Boden unter dem Tor verlangsamt, wie schnell sich das Gelände dort verändert, und eine Platzierung in der Ecke vereint häufig beide Vorteile, da eine Ecke von Natur aus ein stabilerer und einfacherer Bauort ist. Wenn Sie ein neues Tor planen, lohnt es sich daher zunächst zu prüfen, ob der bestehende Zaunverlauf bereits eine geeignete Ecke oder einen ebenen Abschnitt bietet, bevor Sie eine völlig neue Durchfahrt hinzufügen.

Pferdetore erfordern besondere Aufmerksamkeit

Die fünfte Regel gilt speziell für Pferdezäune, wo die Sicherheit der Tiere noch wichtiger ist. Statt Spannfedern eignen sich für Pferdetore besser spezielle Torgriffe mit Zugbegrenzung: Die Zugkraft am Griff wird dabei in eine Druckbelastung der Feder umgewandelt, sodass sich die Feder zusammendrückt, statt sich übermäßig zu dehnen. Diese Lösung verringert das Risiko, dass sich ein Pferd in einem lose hängenden Kabel oder einer herkömmlichen Feder verfängt, was bei dieser Tierart wichtiger ist als bei Rindern oder Kleinvieh. Bei der Wahl der Ausrüstung für Pferdetore lohnt es sich daher zu prüfen, ob ein Griff oder Set ausdrücklich als für Pferde geeignet gekennzeichnet ist, da der Unterschied zwischen einer Standard- und einer pferdegerechten Lösung auf den ersten Blick nicht immer erkennbar ist.

Weitere Empfehlungen für den Torbereich

Neben den fünf Grundregeln sollten Sie im Torbereich zusätzlich Folgendes beachten:

  • Fertigen Sie alle Kontakte und Metallteile im Torbereich aus nicht rostendem Stahl oder feuerverzinkten Materialien, da Rost die Leitfähigkeit an dieser Stelle schnell unterbricht.
  • Verwenden Sie für bessere Sichtbarkeit an jedem Tor einen Griff mit weißer Fahne oder einer hellen Markierung, damit Menschen und Tiere es leichter erkennen.
  • Erwägen Sie bei häufig genutzten Toren, die auch oft mit Maschinen passiert werden, elektrische Durchfahrtstore, die sich in beide Richtungen öffnen und automatisch schließen, sodass eine Durchfahrt möglich ist, ohne das Fahrzeug zu verlassen.
  • Für stark frequentierte Bereiche wie Ausläufe oder Zufahrten sind Tor-Rollos eine praktische Lösung, da sie das Band nach Gebrauch automatisch und sauber wieder aufrollen, sodass es kein Hindernis bleibt.

Ein Tor ist ein kleiner, aber oft übersehener Teil eines Zauns und verdient deshalb dieselbe Aufmerksamkeit wie die Wahl des Weidezaungeräts oder der Erdung. Kancler Sistem Pro hilft Ihnen als slowenischer Partner von PATURA, eine Torlösung zu planen, die zu Ihrer Tierart und Nutzungshäufigkeit passt.

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