Eine zugefrorene Tränkstelle bedeutet, dass ein Tier schlicht nicht trinken kann, was sich schnell auf Gesundheit und Zunahme auswirkt. Im Winter ist der zuverlässige Frostschutz der Tränksysteme daher eine der wichtigsten Aufgaben im Stall, wobei mehrere Ansätze möglich sind, je nach Stallgröße, Länge der Wasserleitung und Verfügbarkeit von Strom.
Kugeltränken ohne Strom
Die einfachste Lösung für kleinere Gruppen ist eine Kugeltränke, die ohne elektrischen Anschluss funktioniert. Wasser aus dem Boden fließt mit einer Temperatur von etwa 10 °C in die Trinkschale und füllt sie, bis die Kugel die Öffnung verschließt. Die Temperatur des Wassers, das beim Trinken überläuft, hält die Schale warm, wenn es draußen kalt ist, und kühl, wenn es draußen heiß ist, sodass das Wasser sowohl bei -30 °C als auch bei +30 °C frisch und algenfrei bleibt.
Wie gut eine solche Tränke funktioniert, hängt davon ab, wie viele Tiere sie nutzen. Mindestens 5 Tiere gewährleisten je nach Modell einen funktionsfähigen Betrieb bis etwa -5 bis -15 °C, bei 15 Tieren bleiben manche Modelle bis -30 °C frostfrei. Das bedeutet, eine solche Tränke eignet sich bei strengem Frost nicht für sehr kleine Gruppen, da ohne ausreichenden Wasserdurchsatz nicht genug Wärme entsteht, um ein Einfrieren zu verhindern.
Bei der Montage ist wichtig, dass die Wasserzuleitung unterhalb der Frosttiefe verläuft und die Tränke auf einem Betonsockel steht, der auf jeder Seite etwa 30 cm breiter ist als die Tränke selbst. Die empfohlene Einbautiefe ist die Frosttiefe plus etwa 30 cm, unterhalb der Tränke sollte nicht betoniert werden, damit die Erdwärme genutzt werden kann.
Zirkulationsheizsysteme für größere Ställe
Wo mehrere Tränkstellen im Stall an ein gemeinsames Leitungsnetz angeschlossen sind, ist ein Zirkulationsheizsystem sinnvoll. Nach dem Einschalten pumpt die Anlage das Wasser ununterbrochen im Kreislauf, während der Heizer über einen Thermostat gesteuert wird, sodass die Heizung nur bei Bedarf einschaltet. Die zirkulierende Rohrleitung kann je nach Pumpenmodell bis zu 200 bis 350 Meter lang sein, die Rohre müssen mit mindestens 30 mm Isolierung gedämmt sein.
Bei der Planung eines solchen Systems sollten Sie außerdem beachten:
- die maximal zulässige Höhendifferenz zwischen Vor- und Rücklauf, die bei kleineren Modellen 5 m und bei leistungsstärkeren bis zu 7 m beträgt,
- die Notwendigkeit eines 30-mA-FI-Schutzschalters, der vor Ort installiert werden muss,
- dass jeder Zuleitungsabschnitt, in dem das Wasser nicht zirkuliert, mit besonderen Maßnahmen vor Frost geschützt werden muss, etwa mit einem Heizkabel.
Eine Alternative zum Zirkulationsheizsystem ist eine Durchlaufpumpe, die das Wasser im Kreislauf schnell umwälzt, ohne zusätzlich zu heizen, was einen deutlich geringeren Stromverbrauch bedeutet. Diese Lösung eignet sich für kleinere Ställe mit mäßig kalten Perioden, wobei die Wasserleitung oberirdisch verlegt werden muss.
Heizkabel für Wasserleitungen
Wo ein Zirkulationssystem nicht praktikabel ist, schützen Heizkabel einzelne Leitungsabschnitte. Ein Standard-Heizkabel liefert bei 0 °C bis zu 16 W pro Meter, verfügt über einen Thermostat, der bei 3 °C ein- und bei 12 °C ausschaltet, das Rohr wird zusätzlich mit mindestens 13 mm Isolierung gedämmt. Selbstregulierende Heizkabel arbeiten anders: Ihre Heizleistung passt sich automatisch und stufenlos der Rohrtemperatur an, wodurch bei mildem Frost weniger Energie verbraucht wird.
Einige Regeln, die bei der Montage von Heizkabeln zu beachten sind:
- das Kabel wird gestreckt an der Unterseite der Leitung verlegt und alle 30 cm mit Isolierband befestigt,
- Kabel dürfen sich gegenseitig nicht berühren,
- der minimale Biegeradius des Kabels beträgt 50 mm, das Kabel darf nicht gequetscht werden,
- bei Kunststoff-Wasserleitungen wird empfohlen, das Rohr vor der Montage für eine bessere Wärmeübertragung mit Aluminiumklebeband zu umwickeln.
Die Montage nach der Norm VDE 0100 muss durch eine Elektrofachkraft erfolgen, die Wasserleitungen müssen geerdet und mit einem 30-mA-FI-Schutzschalter abgesichert sein.
Beheizte Tränken und Transformatoren
Aus Sicherheitsgründen werden bei beheizten Tränken Transformatoren eingesetzt, die die Netzspannung von 230 V auf eine für Tiere sichere Spannung von 24 V herabsetzen, sodass selbst bei einer Kabelbeschädigung, etwa durch Bisse eines Tieres, keine Gefahr für Tiere oder Menschen besteht. Montieren Sie den Transformator so nah wie möglich an der Tränke, jedoch außerhalb der Reichweite der Tiere. Der Thermostat sitzt zwischen Steckdose und Heizung und schaltet das System automatisch ein, sobald die Temperatur unter den eingestellten Grenzwert fällt, und wieder aus, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Um den passenden Transformator zu wählen, addieren Sie die benötigte Leistung aller beheizten Tränken und Heizkabel im System. Zum Beispiel benötigen 5 Tränken mit je 80 W Heizleistung zusammen 400 W, und 5 Heizkabel mit je 20 W weitere 100 W, insgesamt also 500 W, was etwa durch einen Transformator mit 300 W und einen mit 200 W abgedeckt werden kann. Bei voller Heizlast spielt auch der Querschnitt der Zuleitungen eine Rolle, da ein dünneres Kabel die Leistung nur über eine kürzere Strecke überträgt, während ein größerer Querschnitt bei gleicher Leistung längere Leitungen erlaubt.
Alle diese 230-Volt-Systeme müssen von einer Fachkraft installiert werden, da elektrische und Wasserleitungen in unmittelbarer Nähe der Tiere verbunden werden.
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PATURA ist ein deutscher Hersteller frostsicherer Tränksysteme, Kancler Sistem Pro ist der slowenische Partner für Verkauf und Montage.
Bevor der erste Frost kommt, lohnt sich ein Blick darauf, ob Ihre Wasserleitung ausreichend geschützt ist, und unser Team hilft Ihnen gerne bei der Entscheidung.

